Freitag, 16. Dezember 2011

This is the End...

So sieht's aus. Das Snake Mountain Fanzine gibt's nicht mehr. Wir hängen unsere Aktivitäten allerdings nicht gleich mit an den Nagel, sondern wagen unter neuer Flagge einen Neustart! "Der Zitronenhund" schimpft sich das Nachfolge-Projekt, hat neben dem neuen Namen auch ein verändertes Konzept (u.a. kommt das Heft künftig mit einem Tape-Sampler!) und ist ab sofort auch schon online. Es geht also endlich wieder weiter und zwar hier: zitronenhund.blogspot.com
Viel Spass damit,
Greffo

Samstag, 25. Juni 2011

Winterstorm - A Coming Storm (CD)

Was die Aufmachung des Covers und auch der Name "Winterstorm" schon vermuten lässt, wird durch das gut dreiminütige Intro bestätigt, welches mich fast dazu verleiten ließ, mich in Felle zu hüllen und mich schnurstracks gen Mittelerde wandern zu lassen... aber nur fast und so blieb ich dann doch lieber zu Hause vor der heimischen Anlage hocken und ließ mir von dem leicht manowarisch angehauchten Storyteller eine Geschichte erzählen.... the force of the winterstorm! Geboten wird mit dem Debut "A Coming Storm" solide gespielter Powermetal. Die 5 Jungs aus Franken geben hier in gut 44 Min. 10 Songs (inkl. Intro) zum Besten, die im Ohr bleiben, Hymnencharakter haben und manches Mal sogar recht folklastig daherkommen. Orchestereinlagen dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen und werden von "Winterstorm" hier atmosphärisch zum Einsatz gebracht. Mit "Climb The Highest Mountains" kommen auch die Balladenliebhaber nicht zu kurz. Schönes Stück. Sowieso wird die CD Liebhaber des Powermetal sicherlich nicht enttäuschen. Die Texte sind übrigens sämtlich abgedruckt. Wenn ich mir allerdings das Bandfoto der Jungs anschaue, wie sie in dunkler, wolkendurchzogener Nacht im Schnee posieren, wünsche ich mir, dass Michi, Seb, Alex, Armin und Peter sich mal vernünftige Namen zulegen... zum Beispiel Michi "Trueblood" Bartok, Armin "The Axeman" Negal, Seb "Stoneheart" Winterfield, Alex "Ravencloud" Prrhat und Peter "Blackseeker" Panther... oder so ähnlich.... DAS wäre jedenfalls eine Konsequenz, die mit der Musik zwar nichts zu tun hat, die mir aber gefallen würde.
Frau Esche

www.finestnoise.de

Sonntag, 19. Juni 2011

Aldi-Punk goes Elektrokrach again!

Gleich vier elektronische Acts aus dem Hause Lebensgefahr haben nun ihren Weg zum ostwestfählischen Punk-Label Aldi-Punk gefunden und eine gemeinsame Split-Kassette veröffentlicht. Jeder steuert rund 15 Minuten Krach bei und heraus gekommen ist ein für dieses Label eher ungewöhnliches, sowie äusserst abwechslungsreiches Hörvergnügen.

www.aldi-punk.de.vu

Montag, 16. Mai 2011

Vegan Black Metal Chef!

Wer bislang immer dachte, man kann unmöglich total evil und gleichzeitig Veganer sein, der schaue sich bitte einmal kurz dieses Video an und wird direkt eines besseren belehrt:

Donnerstag, 14. April 2011

V/A - United Skins (CD)

Coole Idee, die Sampler Idee des anderen Lagers zu übernehmen. Hier gibt´s 25 Bands (+ Lieder) aus aller Herren Ländern, wie z.B. Italien, Argentinien, Frankreich, Spanien, Russland ... zu hören, mit vielen bekannten Bands aus dem klar antifaschistischen Skinhead Lager, a la Los Fostadios , Jeunesse Apatride, Brixton Cats, Opcio K 95, usw.. Im Booklet gibt´s die Kontaktadressen, zu allen Bands. Gibt es für 'nen Fünfer direkt beim Label und ich denke damit kann man bei Interesse nichts falsch machen.
Chrissi

www.madbutcher.de

Donnerstag, 7. April 2011

Hans Unstern - Kratz dich raus (CD)

Die Musik beginnt mit einer anschwellenden Geräuschkulisse und wenngleich klar definierte Instrumente, wie ein Klavier, Gitarre, Schlagzeug, Bass und dann und wann eine plärrende Mundharmonika darin einsetzen, verliert sich der Eindruck des Rauschens niemals wirklich. Und nicht nur das lässt den Hörer frei von Zweifel darüber, dass es sich hierbei um Avantgarde, um eine in der zeitgenössischen Popmusik so selten gewordene Negation von vorgegebenen Mustern, um eine tatsächlich eigene künstlerische Betätigung handelt. Unstern gibt, wie der Opener „Anglet“ verrät, in seinen Texten Informationen an die „Räte des naheliegenden Abortes“ im Tausch gegen „70 Kilos Kastanienlaub“ preis, um so zu seinem Ziel zu gelangen, „Urlaub unter Laub“ machen zu können. In ähnlich kruder Weise dekonstruiert er Genderrollen, wenn er in „Mathilde“ gesteht: „Ich hätte gern mit Dir getanzt, trüge ich dein Kleid und Du meinen Bart“. Schließlich zerlegt er in einer an Descartes erinnernden Meditation alles in und um sich in seine Einzelteil: „Wann lernt mein Hier, dass mein Nur nur jetzt Dasein sein kann?“. Doch Unstern hat hierbei weniger die Philosophie als vielmehr die Poesie im Sinne. Denn bei dem zitierten Paris handelt es sich um eins der schönsten Liebeslieder, die ich in diesem Jahr gehört habe, wovon der Vers „Wann sehe ich ein Gesicht, das mich nicht mehr an dich erinnern kann?“, Zeugnis abliefert. „Kratz Dich Raus“ ist sicherlich keine Platte für viele. Sie ist nur jenen seltenen Menschen gewidmet, deren Wahrnehmen noch unblockiert ist und die noch die Begegnung mit etwas Anderem als etwas Andersartigem in Kauf nehmen wollen, um schließlich den Genuss nicht nur im ewig Naheliegende zu erreichen.
Jörg

www.hansunstern.net

Mittwoch, 6. April 2011

Weiter geht's!

Das Jahr 2011 ist schon zu 'nem Viertel rum und erst jetzt endet der Snake Mountain'sche Winterschlaf. War ganz schön lang, aber muss auch mal sein. Ab sofort laufen die Arbeiten an der nächsten Papierausgabe und auch hier geht's jetzt wieder weiter.
Greffo

PS: Die #3 ist nach wie vor erhältlich!

Sonntag, 3. Oktober 2010

Autobot - Total mutiert! (CD)

Es ist noch gar nicht so lange her, da ließ der Autobot noch verlauten, die Gitarre und somit auch seine Solo-Karriere erst einmal an den Nagel zu hängen, um dann gefühlte drei Wochen später das große Comeback zu verkünden. Und da die gewünschten Reaktionen in beiden Fällen mehr oder weniger ausblieben, hat der aufmerksamkeitsbedürftige Tübinger nun eben direkt eine neue CD veröffentlicht und sich, zumindest was die Aufmachung angeht, echt nicht lumpen lassen. Nicht nur das schön gestaltete Digipack ist ein Blickfang, sondern auch die CD selbst. Diese ist zwar unbedruckt, hat dafür aber eine rote Unterseite, was ich so auch noch nicht gesehen habe - très chic! Was den musikalischen Teil angeht, hat der Autobot dann aber leider doch etwas gegeizt. Gerade mal neun Songs, sowie einen Bonustrack gibt es auf „Total mutiert!“ zu hören. Klar sind da wieder richtig gute Songs dabei, bspw. über die Pedalo-Gang oder den coolen Kumpel (das ist wirklich ein Hit!), kleinere Ausreißer nach unten bleiben dem Hörer größtenteils auch erspart, aber, gemessen an dieser dekadenten Verpackung, wirkt diese doch recht kurze CD dann insgesamt leider ein wenig dürftig und ich denke, ein paar Songs mehr hätten dem Gesamtbild sicherlich gut getan.
Greffo

www.myspace.com/autobot1

1000 Robota - Ufo (CD)

2008 besetzte das Trio 1000 Robota die längst geschlossene Hamburger Schule und produzierte auf diesem ehrwürdigen Fundament ihr Debüt „Du nicht er nicht sie nicht“. Dabei handelte es sich um Postpunk, der zwar ohne Moog, dafür aber mit viel Riot daherkam und aufgrund der ähnlichen Spielweise einen Vergleich mit MIT zuließ. Just in diesem Monat erscheint der Nachfolger „UFO“ und der lässt sich als einen Versuch verstehen, den eigenen Stil der Band zu markieren und sich gegenüber eines Außens abzugrenzen. Die Musik lärmt immer noch, kommt aber im Vergleich zum Vorgängeralbum sehr viel groovebetonter rüber und lässt sich streckenweise tatsächlich mit den späten OSTZONENSUPPENWÜRFELMACHENKREBS vergleichen. Die Texte sind mit poetologische Aussagen versehen, wie etwa „Wir singen so, weil wir nicht anders singen können/ Wir schreien so, weil wir nicht anders schreien wollen“ (Wir reißen uns zusammen), zudem zieht sich eine Dichotomie von Kunst und Alltag fast wie sowas wie ein roter Faden durch die gesamte Platte. Man merkt aber vielleicht an meiner zögerlichen Beschreibung, dass mir die Texte trotz klarer Bilder inhaltlich zu unkonkret bleiben (und ich meine nicht so herrlich unkonkret wie die ersten Blumfeldalben, die einen mit dem Gefühl zurücklassen, etwas Großes gehört zu haben, obwohl man kein Wort verstanden hat). Der zweistimmige Gesang erinnert mich oft an Fettes Brot, was überhaupt nicht zum übrigen Stil der Band passen will und einen ganz eigenartigen aber eben dadurch auch ganz eigenen Eindruck hinterlässt. Fazit: UFO ist für Freunde von Postpunk mit Riot und den Hamburger Schule-Bands der ersten Generation ein Reinhörer wert.
Jörg

www.1000robota.com

Montag, 27. September 2010

The Giannies - I feel allright (CD)

Welche Musik hört man am besten zum Joggen? Das ist eine Frage, der, meiner Ansicht nach, in der öffentliche Debatte nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird. Daher möchte ich an dieser Stelle den Anfang machen und Euch an meinem reichhaltigen Erfahrungsschatz teilhaben lassen. Dass die Musik nicht zu langsam sein darf, sollte jedem von selbst einleuchten; auch eine übertrieben hohe Geschwindigkeit führt nur zu einer allzu schnellen Ermüdung. Daher mein Tipp: Etwas über Midtempo ist genau das Richtige. Darüber hinaus sollten schräge Takte, wie der 5/4- und der 7/8-Takt gemieden werden. Allzu schnell rufen einem sonst rüstige Rentner hinterher: „Schlaganfall und er läuft immer noch! Das ist die alte Garde, das nenne ich Kampfgeist!“ Desweiteren sollte die Musik fluffig und leicht sein, denn wer läuft schon zur Topform auf, wenn einem Krachgeräusche und ein Destillat aus 30 Jahren Weltschmerz ins Ohr dröhnt! So bin ich auf meiner Suche nach der richtigen Waldlaufmusik bald zum Rock n´ Roll gelangt. Doch auch hier steckt der Teufel im Detail. Wenn einem Typen mit schmierigen Tollen, Eightball-Tattoos und benzinschwangeren Stimmen Lieder über ihren kaputten Lifestyle vorgröhlen, motiviert das ebenfalls wenig, eine sportliche Bestleistung zu bringen. Schlussendlich habe ich für mich genau das Richtige gefunden. Die Giannies spielen lockeren Rock n´ Roll, der mich heiter und unbeschwert über Wald- und Feldwege hüpfen lässt. Das Trio macht keinen kaputten Eindruck, sondern klingt nach viel Spaß und sauberen Hemdkragen. Beim Joggen verausgabe ich mich mit den Giannis, und, ohne angeben zu wollen, ich glaube, man sieht auch schon was.
Jörg

www.myspace.com/thegiannies
www.myspace.com/subwix