Diese CD ist für alle die, die noch Stinkbomben schmeißen, anderen Leuten Scheiße in einer brennenden Papiertüte vor die Tür stellen, und die sich köstlich amüsieren können, wenn jemand seinen Furz anzündet. Kurz gesagt: Schließmuskel machen Musik für das Endlich-wieder-14-Gefühl, zumindest haben sie das in den Jahren 1986 bis 89, wie der vorliegenden Tonträger bezeugt. Was die Vier aus Hamminkeln da seinerzeit (muss man wohl sagen) losgetreten haben, ist als Fun-Punk in die Annalen der Musikgeschichte eingegangen und der geht wie folgt: Man nehme eine Topproduktion, die, wie im vorliegenden Fall, riesige Marshalltürme vor dem inneren Auge entstehen lässt, fitte Instrumentalisten, einen Chor, der möglichst beiläufig Beethovens „Ode an die Freude“ in ein Lied trällert, und einen Sänger, der die erreichte Niveaufallhöhe auszunutzen weiß. Und das tut Sangesmeister Schlaffke, der den Jüngeren unter uns vielleicht auch als Zwakkelmann bekannt sein dürfte, durchaus: All die gern tabuisierten Themen wie Nekrophilie, Pornokonsum und Onanie schlagen hier in einer derartigen Dichte auf, dass selbst Hardcoreerwachsene sich eines Schmunzelns nicht erwehren können. Plastic Bomb Records beschert uns die Debüt-EP „Komm, setz´ Dich zu uns“, sowie die ersten beiden LPs „Untergang der abendländischen Kultur“ und „Sehet, welch ein Mensch“ auf einem Tonträger. Genau das Richtige für den nächsten sturmfreien Abend!Jörg
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