Samstag, 28. August 2010

2zueins - Simsalaboom (CD)

Also, "Simsalaboom" ist ja schonmal der beschissenste CD-Titel des Jahres. Der Bandname ist auch nur unwesentlich cooler und in Kombination mit dem furchtbaren Cover-Artwork haben es 2zueins schonmal geschafft, dass meine Erwartungshaltung sich von vornherein direkt in den Keller verzogen hat. Enttäuschen können die 3 Leipziger mich also schonmal nicht mehr. Positiv überraschen dann allerdings auch nicht. Belangloser Deutschrock für Leute, die gern Pur hören, es aber auch mal gern ein wenig fetziger mögen. "Als "kurz, aber heftig" bezeichnet die Band ihren Silberling selbst. Kurz ist die CD in der Tat und heftig auch - nämlich so heftig, dass ich es bereits beim dritten Song nicht mehr aushalte und sie ganz schnell wieder aus dem Player entferne. Gut, dass ich sie nicht dem Jörg gegeben habe, dann hätte ich hier jetzt vermutlich einen Mitarbeiter weniger.
Greffo

www.2zueins.com

Ashers - Kill your Master (CD)

Bombe!
Kurz, präzise, auf die Fresse präsentieren die Bostoner von Ashers 13-mal Hardcore/Trash Punk vom Feinsten. Da stimmt einfach alles. Ins Mic schreit Mark Civitarese, den man sonst von The Unseen kennt, der allerdings bei den Aschern locker ein bis eineinhalb Zähne dazugelegt hat. Nach versöhnlichen Klängen sucht man hier vergebens. „Kill Your Master“ ist ein fast sechsundzwanzig-minütiger Arschtritt.
Genau das Richtige für angefressene Momente.
Jörg

www.myspace.com/asherstheband

Donnerstag, 26. August 2010

Wild Gift - s/t (CD)

Die vierköpfige Band Wild Gift kommt aus Köln bzw. Bonn und hat nun via Plastic Bomb Records ihren Debüt-Silberling auf den Markt geworfen. Und auf diesem gibt es 13 mal größtenteils auf deutsch vorgetragenen Punkrock zu hören, der auch gut und gerne aus vergangenen Zeiten stammen könnte. Weder überproduziert, noch mit zig unnötigen Gitarrensoli oder sonstigem Schnick Schnack vollgestopft gibt es hier kritische, kämpferische und auch persönlichere Stücke, die zwar ohne Aussetzer, aber dafür auch ohne wirkliche Hits auskommen. Und auch wenn der Gesang von Frontfrau Yvonne manches Mal gewollt aber nicht zu 100% gekonnt rotzig klingt, ist diese Scheibe auf jeden Fall ein solides Erstlingswerk und man darf gespannt sein, was es von der Band in Zukunft noch zu hören gibt.
Greffo

www.wildgift.de

Mittwoch, 25. August 2010

Black-Out Beauty - Horrortrip (CD)

Tja, nun habe ich die EP dieses Quintetts aus Luxemburg gehört, und bin gleich in einem Zwiespalt. Einerseits ist die Musik ("Psykecore" laut eigener Auskunft) gut gemacht – andererseits ist diese Spielart des Death Metal (hier: eine Mischung aus Florida-Death à la Cannibal Corpse, Grindcoreelementen und jede Menge Breaks) überhaupt nicht meine Tasse Blut. Als Verfechter des Elchtods (Schweden-Death! Rock´n´Roll, Baby!) ist das hier schlicht zu viel für mich... Aber: dies soll beileibe kein Verriss sein – Anhänger von Bands wie Black Dahlia Murder, die modernerem Death Metal mit abwechselnden Grunz- und Schreipassagen bzw. Blast- und Grooveparts nicht abgeneigt sind, sollten hier mal ein Ohr riskieren!
Niklas

www.myspace.com/blackoutbeauty
www.finestnoise.de

Dienstag, 24. August 2010

Bloodspot - The Demon EP (CD)

Wie sagte Neil Young einst: „It´s all one song.“ Auf der Demon EP von Bloodspot trifft das in der Weise zu, dass die Lieder nicht nur nahtlos ineinander übergehen, sondern sich auch überhaupt nicht voneinander unterscheiden, eben so, als wären da nicht fünf, sondern nur ein Song zu hören. Fraglich ist allerdings, ob das bei diesem Stil überhaupt verwundern darf. Denn musikalisch ist das Schaffen des Limburger Quintetts in Schubladen mit den Aufschriften Trash-, Death Metal und Metalcore zu stecken. Die etwas prollige Attitüde auf der Demon EP erinnert gelegentlich an The Haunted, auch für Liebhaber von Hatesphere kommen hier sicherlich auf ihre Kosten kommen.
Summa Summarum: Eine solide Bearbeitung des Themas
Jörg

www.bloodspot.de

www.finestnoise.de